Auch wenn im März und April Kälteeinbrüche immer wieder jegliche Frühlingsgefühle killen, einst ist sicher: der Frühling kommt. Frühlingsboten zeigen uns, dass es nicht mehr weit ist, bis alle Bäume wieder grün sind, wir im Biergarten sitzen können und einen Milchkaffee im Freien schlürfen können.

Störche sind zum Beispiel typische Frühlingsboten. Sie verbringen den Winter in Afrika, kommen dann aber zum Brüten zurück nach Mitteleuropa – in der Regel jedes Jahr in dasselbe Nest. Die Europa am häufigsten vorkommende Art sind die Weißstörche, sie werden bis zu einem Meter lang. Interessanterweise nehmen Weißstörche in Richtung Afrika nicht den direkten Weg über das Mittelmeer, sondern fliegen entweder eine westliche Route über Spanien und Gibraltar oder östlich über die Türkei und Ägypten. Quer über Deutschland liegt die „Zugscheide“, die Grenze, die darüber entscheidet, ob die Vögel den westlichen oder östlichen Weg nehmen.

Eichhörnchen_FrühlingEine andere Tierart, die schon relativ früh im Jahr aktiv wird, sind die Eichhörnchen. Schon Ende Februar beginnt die Paarungszeit. Dass es so weit ist, lässt sich ganz leicht erkennen: weibliche und männliche Eichhörnchen liefern sich dann regelrechte Verfolgungsjagden in den Bäumen. Wenn also plötzlich laute Geräusche aus den Baumkronen im Stadtpark kommen, sind vielleicht gerade die Eichhörnchen bei der Balz. Im März oder April kommen dann schon die Jungen zur Welt.

Zu den besonders bekannten Frühlingsboten zählen Schneeglöckchen. Genau genommen signalisiert ihre Blüte jedoch vielmehr den Vorfrühling. Die krautigen Pflanzen „verstecken“ sich mit ihren Zwiebeln den Winter über in der Erde, um dann im Frühjahr auszutreiben, etwa ab Mitte Februar. Ein ähnlicher Frühblüher ist die Haselnuss, die ebenfalls den Vorfrühling signalisiert und bei Allergikern früh im Jahr eine erste Heuschnupfenattacke auslöst.

Allgemein bezeichnet Vorfrühling meist das Einsetzen der Vegetationsperiode, im „Vollfrühling“ blühen dagegen schon sehr viele Pflanzen, selbst die Apfelbäume. So zeigen und Tiere uns Pflanzen den Lauf der Jahreszeiten, auch wenn das Wetter noch nicht immer ganz mitspielen will.