Den richtigen Gemüseanbau planen

Hat man erst einmal ein Gemüsebeet angelegt, heißt es im nächsten Schritt  sich für das Gemüse zu entscheiden, welches man gerne anbauen würde. Denn leider gilt nicht: Einfach mal anpflanzen, dann wird es schon wachsen. Außerdem kann man nicht einfach Jahr für Jahr die Gemüsepflanzen auswechseln, denn ein Gemüsebeet ist ein empfindliches Ökosystem.

Zunächst einmal muss das Saatgut anhand der zu Verfügung stehenden Fläche ausgewählt werden. Jede Gemüsesorte braucht unterschiedlich viel Platz um gedeihen zu können. Am besten ist es, zunächst eine Liste der bevorzugten Gemüsesorten anzufertigen. Diese müssen dann nach ihrer Reifungskultur untergliedert werden. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Hauptkulturen, also Sorten, welche lange Zeit wachsen müssen. In diese Kategorie gehören unter anderem sämtliche Hülsenfrüchte, Kreuzblütler wie auch Doldenblütler. Neben der Hauptkultur gibt es dann noch sogenannte Vor- und Nachkulturen. Als Beispiel für diese Gemüsesorten kann man Tomaten, Zwiebeln, alle Kohlgewächse außer Kohlrabi und Salate nennen.

Diese beiden Pflanzenkulturen gilt es nun der Jahreszeit entsprechend für verschiedene Beete einzuplanen. Zeitlich versetzt können dann Vor- und Nachkultur – also im Frühjahr und im frühen Sommer – gepflanzt werden und parallel zur Hauptkultur herangezogen werden.

 

Immer beliebter wird dabei das Prinzip der Mischkultur. Verschiedene Gemüsearten werden so zusammen in einem Beet angepflanzt, wodurch sie einander nicht so starke Konkurrenz machen – beispielsweise in Form von unterschiedlich benötigten Nährstoffen – und sie können einander sogar schützen. Zwiebeln haben beispielsweise den Ruf, verschiedene Schädlinge fernzuhalten. Dafür gibt es verschieden Mischkulturtabellen, welche Aufschluss über die richtige Kombination geben.

 

Am besten plant man diese Art der Bepflanzung über mehrere Jahre hinweg – denn kein Beet sollte Jahr für Jahr immer die gleichen Pflanzen beherbergen, da sonst Schädlingswachstum und Nährstoffmangel gefördert werden. Für jedes Beet erstellt man sich somit einen idealen Anbauplan, mit Vor-, Nach- und Hauptkulturen und dem jährlichen Wechsel. Bei einem Plan über sechs Jahre hinweg, kann man diesen nach dem sechsten Anbaujahr wieder von vorne beginnen. Nach dieser Zeitperiode haben sich dann alle Beete wieder regeneriert.

Neben der Unterscheidung der Wachskultur gibt es viele weitere Unterscheidungen zu treffen: So gibt es Starkzehrer und Schwachzehrer, empfindliche und pflegebedürftige Gemüsesorten, wie aber auch robuste und pflegeleichte Gemüsearten. All dies muss man vorab beachten, bevor man das erste Saatkorn aussäht.