Die Wahl des Saatguts

Nach der Erstellung eines Gemüseanbauplans, steht man kurz vor dem ersten Handgriff. Doch vorher sollte man sich noch um das passende Saatgut kümmern.

Zwar bietet mittlerweile jeder Discounter in der Saatzeit Saatgut an, jedoch sollte man lieber zu teureren, qualitativ hochwertigen Produkten greifen. Diese garantieren zwar kein sprießendes Gemüsebeet, erhöhen jedoch die Chance, dass man in den ausklingenden Sommertagen pralles Gemüse ernten kann.

Außerdem sollte man stets frisches Saatgut verwenden. Also nicht auf Vorrat Saatgut kaufen, sondern lieber jährlich neues erwerben. Lässt man Saatgut zu lange liegen, wird es schlecht – auf Saatgutverpackungen stehen auch die Haltbarkeitsdaten. Möchte man Samen aus dem Vorjahr verwenden, kann man testen, ob es noch verwendbar ist. Genauso, wie man Kresse züchten würde, verstreut man etwas des Keimguts auf einem feuchten Küchenpapier oder -tuch. Diese Aussaat lässt man nun einige Tage gedeihen. Abschließend prüft man, wie viele Samen gekeimt haben. Sind es mehr als die Hälfte, kann man das Saatgut ohne bedenken auch großflächig anbauen. Haben sich jedoch weniger als die Hälfte entfaltet, sollte man das gesamte Saatgut entsorgen.

 

Möchte man eigene Saatkörner aussähen, muss man dafür spezielles Saatgut im Vorhinein verwenden. Das handelsübliche Saatgut ist lediglich für die Einmalsaat produziert. Dementsprechend sind die so gewonnenen Saatkörner meist verkümmert und bringen in der Ernte er minderwertige Qualität. Es empfiehlt sich für das Vorhaben des eigenen Saatguts spezielle Anbaubetriebe aufzusuchen oder sich in einem Gartencenter oder Baumarkt beraten zu lassen.

 

Auch sollte man immer wieder neue Saatsorten ausprobieren. Gemüsebauern arbeiten stetig an neuen Züchtungen, welche beispielsweise widerstandsfähiger und immun gegen Schädlingsbefall sind.